projekt schrift bildwerk+textwerk photographie performances
 
 
 
 
 
 
 
 
Picture/Vollbild
 
Eingang/Intro
 
 
 
 
Ich erwachte mit großem Schrecken und schwang mich sogleich auf die Bettkante. Dort hockte und wartete ich, bis mein Herzklopfen sich wieder etwas beruhigt hatte. Immer noch sah ich die Augen des Raubvogels. Es dauerte eine Weile, bis ich der kalten Gier dieses Blicks entronnen war. Und als ich aufstand, um mir die Reste des Traums aus den Augen zu waschen, blickte ich auch nicht zurück. Und dennoch setzte mich der vollständige Traum plötzlich ins Bild. Selbstverständlich, dachte ich: Wenn man sich bemüht, einen Traum zu erinnern, fühlt man sich in der Regel wie ein düpierter Ermittler, dem man bedeutungsvoll eine Akte auf den Tisch wirft, die ihn aber dann, wenn er sie öffnet, leer angähnt.















Will man hingegen einmal nichts von Traumarbeit wissen, dann wird man im Meer der Bilder auf die Galeere der Deutungsarbeit geworfen, muß rudern und rudern – und weiß doch nicht wohin es führen wird oder wozu es dienen soll.
Max Sander, Stiller und die Schrift der Engel, Konvolut 042

unschärfen