| schrift
der engel |
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Für einen Augenblick hält Nadeshda*
inne. Und wer ihr in diesem Moment begegnet, bleibt in der Schwebe,
schwankend im Urteil.
Aus dem Moment ist das Vorher und Nachher geschwunden. Der Beobach-ter
unterstellt ein Vorher und Nachher, ein Woher der Bewegung oder ihr
Wohin. Die Beobachtung unterstellt eine Richtung. Sie kann die Intensität
des Augenblicks nur schwer aushalten: Es muß doch ein Daher
oder ein Dahin geben. Entweder kommt Nadeshda "von dort"
oder es zieht sie "dorthin". Wendet sie sich zu? Wendet
sie sich ab?
Doch würde eine solche Beobachtung Nadeshda nicht ausweichen,
sie nicht verfehlen? |
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| Die Hoffnung, sagt man, hat
man oder man hat sie nicht. Man sagt: Sie stirbt zuletzt. Man hofft
es zumindest. Man hofft auf einen Wink*
des Schicksals. Doch wird dieses "man" des Momentes inne,
in dem Nadeshda sich wehrt gegen die Zerstörung des Augenblicks? |
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